Yoga und Mythologie in Südindien - Sonderreise mit Anna Trökes
Auf dieser Reise erfahren Sie den pulsierenden Atem Indiens in all seiner Fülle und seinen legendären Gegensätzen. Vielfältige Erlebnisse im Ursprungsland des Yoga werden Ihren persönlichen Yogaweg mit intensiven Impulsen bereichern und in eine Vertiefung führen. Beeindruckende Sehenswürdigkeiten bezaubern die Sinne gleichermaßen mit der Erhabenheit majestätischer Tempelanlagen, der exotischen Pracht eines Maharaja-Palastes und der asketischen Schönheit des bekanntesten Jain-Heiligtums. Auf den Spuren gelebter Spiritualität und alter Traditionen verbinden Sie sich Tag für Tag mehr mit der einzigartigen Atmosphäre des Landes, mit seinen kulturellen und landschaftlichen Reizen. Am weiten Sandstrand der Coromandelküste berichten in Granit geschlagene Götterbilder von Mythen und Legenden aus früherer Zeit. Besuche in verschiedenen spirituellen Zentren und Ashrams ermöglichen tiefe Einblicke in traditionelle und moderne Yogawege. Besondere Highlights sind die exquisiten Hoysala-Tempel von Karnataka und der Aufenthalt in einem Wildschutzgebiet, wo Sie die aufgenommenen Eindrücke in aller Ruhe assimilieren können. Eine Reihe interessanter Vorträge und Einführungen erleichtert das Einsteigen in die mythologischen, kulturellen und spirituellen Akzente der Reise. Wo immer der äußere Rahmen es ermöglicht, wird das praktische Yoga-Üben in den Tagesverlauf integriert.
1. Tag:
Abflug aus Deutschland mit Lufthansa ab Frankfurt. Gerne organisieren wir Ihre Anreise mit Zug oder Flug nach Frankfurt.
2. Tag:
Ankunft in Chennai und Transfer nach Mahabalipuram. Hier können wir in Ruhe ankommen und in gepflegter Umgebung Sonne und Meer an der Coromandelküste genießen. Am Nachmittag Begrüßungsrunde, erste Einstimmung auf die Inhalte der Reise und kleine Einführung in die kulturelle Bedeutung von Mahabalipuram. Auch im weiteren Verlauf der Reise werden uns Vorträge, kleinere Workshops oder Gesprächsrunden auf die kulturelle oder spirituelle Bedeutung der einzelnen Etappen vorbereiten.
3. Tag:
In Mahabalipuram lassen sich Strandfreuden mit Kulturgeschichte kombinieren. Der zum Weltkulturerbe gehörende Ort wird als Wiege der südindischen Kultur bezeichnet und ist eine wahre Fundstätte von Meisterwerken der Pallava-Dynastie (7. - 9. Jh.). Zu den Sehenswürdigkeiten gehören Monolithtempel, Höhlentempel und der erste gemauerte Tempel der Region. In Granit geschlagene Reliefbilder erzählen Legenden der hinduistischen Mythologie. Der Ort ist auch als Zentrum traditioneller Bildhauerkunst bekannt. Viele kleine Betriebe fertigen kleinere und größere Götterstatuen, die oft ein beliebtes Souvenir darstellen. Ein „Schnellkurs in Indischer Götterkunde“ macht uns vor unserer Besichtigung mit den vielarmigen Gottheiten des Landes vertraut.
4. Tag:
Unsere Reise führt uns nach Puducherry (ehemals Pondicherry), eine Stadt mit angenehmer Atmosphäre und geruhsamem Charme, die sich fast drei Jahrhunderte in französischer Hand befand. Erst 1954 wurde sie zusammen mit anderen französischen Enklaven der indischen Regierung überstellt. Hier befindet sich der Ashram von Sri Aurobindo. Der 1872 in Kalkutta geborene Unabhängigkeitskämpfer, Yogi und Philosoph gehört zu den großen spirituellen Meistern Indiens. Die von ihm entwickelte Lehre ist als "Integraler Yoga" bekannt. Wir informieren uns über diesen Yogaweg, besuchen den Sri Aurobindo Ashram und bummeln zum Sonnenuntergang über die berühmte Strandpromenade von Puducherry.
5. Tag:
Wir unternehmen einen Ausflug nach Auroville. Der Integrale Yoga von Sri Aurobindo ist auch die spirituelle Grundlage dieser 1968 gegründeten Gemeinschaft in Südindien. In diesem einzigartigen Projekt leben und arbeiten über 2000 Menschen aus ca. 40 Nationen. Das Ziel von Auroville ist die Verwirklichung menschlicher Einheit im Rahmen der Zusammenarbeit am Aufbau einer Stadt. Spirituelles Zentrum ist das Matrimandir, ein kugelförmiges Gebäude mit einem außergewöhnlichen Meditationsraum. Unser Besuch im Visitor´s Information Centre macht uns mit vielen Aspekten und mit dem Ideal von Auroville vertraut. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit zu einem Einkaufsbummel in Puducherry.
6. Tag:
Die kleine Stadt Tiruvannamalai liegt am Fuße des heiligen Berges Arunachala, der als Manifestation des Gottes Shiva verehrt wird. Hier hat Sri Ramana Maharshi gelebt, ein bekannter Meister der hinduistischen Tradition. Nach unserer Ankunft nehmen wir Einblicke in die Bedeutung des Ortes in spiritueller, religiöser und mythologischer Hinsicht und informieren uns über den Lebensweg und die Lehre des Sri Ramana Maharshi. Im Anschluss daran besuchen wir den Sri Ramana Ashram, wo wir an der rituellen Abendandacht teilnehmen oder im Schweigeraum meditieren können.
7. Tag:
Ein Fußweg führt uns hinauf auf den Arunachala zu zwei Einsiedeleien, in denen der Meister viele Jahre gelebt hat. Wir haben Gelegenheit, in der besonderen Atmosphäre dieser Orte zu meditieren und die Stimmung des Berges auf uns wirken zu lassen. Am Nachmittag besuchen wir den mitten in der Stadt gelegenen Arunachaleshwara-Tempel, eine Anlage von beachtlicher Größe, in der Shiva, die Gottheit des Wandels, in Gestalt des Elementes Feuer verehrt wird.
8. Tag:
Eine mehrstündige Fahrt bringt uns von Tamil Nadu nach Karnataka. Unser Ziel ist Mysore, eine farbenprächtige ehemalige Maharaja-Stadt, die bekannt ist für Seidenstoffe, Räucherwerk, Blütenessenzen, Einlegearbeiten und Schnitzereinen aus Sandel- und Rosen-holz. Gegen Abend empfiehlt sich ein Bummel über den Bazar oder der Besuch in einem „Art and Crafts Emporium“.
9. Tag:
Die Gegend um Mysore gilt in Südindien als das Land der kämpferischen Göttin Durga, der Dämonenbezwingerin, die hier unter dem Namen Chamunda verehrt wird. Vormittags fahren wir auf den vor der Stadt gelegenen Chamundi-Hügel und besichtigen die bekannte Pilgerstätte der Göttin. Auf halber Höhe befindet sich die größte Nandi-Statue Südindiens, die den Reitstier des Gottes Shiva darstellt. Interessant ist auch ein Bummel über den bunten Devotionalienmarkt vor dem Tempel. Das prächtige Highlight des Nachmittags ist der im indo-sarazenischen Stil errichtete märchenhafte Stadtpalast der Maharajas von Mysore, der inmitten einer gepflegten Gartenanlage gelegen ist und täglich Tausende von Touristen beeindruckt.
10. Tag:
Der heutige Tag führt uns in das Wildschutzgebiet von Mudumalai. Unterwegs erleben wir noch einen Abstecher zum Keshava-Tempel von Somnathpur. Die sehenswerte Anlage ist ein architektonisches Meisterstück der Hoysala-Dynastie. Errichtet wurde der Komplex im 13. Jahrhundert. Die drei Schreine, die verschiedenen Aspekten des Gottes Vishnu geweiht sind, stehen in einem rechteckigen Hofbereich und sind auf einem sternförmigen Grundriss angelegt, dessen Friesbänder ornamentale Verzierungen und Szenen aus den indischen Epen aufweisen. Sämtliche Bildhauerarbeiten sind von herausragender Qualität.
11. Tag:
Das Mudumalai-Wildschutzgebiet liegt an den nördlichen Ausläufern der Nilgiris-Berge in einer durchschnittlichen Höhe von 1000 m. Es gehört zu Tamil Nadu und grenzt im Westen an das Wildschutzgebiet von Wynad in Kerala und im Norden an das von Bandipur in Karnataka. Mudumalai ist besonders reich an Elefanten. Viel zu sehen sind auch Wildrinder (Gaur), Sambarhirsche, Wildschweine und Hanuman-Languren. Auf einer Safari können wir mit etwas Glück Elefanten und andere Wildtiere direkt in freier Wildbahn beobachten.
12. Tag:
Der heutige Tag dient als Ruhetag, der uns Gelegenheit gibt, die aufgenommenen Eindrücke in einer erholsamen Umgebung zu assimilieren. Auf Wunsch besteht auch die Möglichkeit, den Vormittag mit einer ausgedehnten Wanderung durch die schöne Natur zu gestalten. Am späten Nachmittag stimmen wir uns mit einem kleinen Vortrag und einer Lesung auf unsere nächsten beiden Reiseetappen ein.
13. Tag:
Unsere Reise führt uns weiter nach Hassan. Von dort aus besichtigen wir zwei Zentren der frühen Hoysala-Kultur (11. – 13. Jh.). Der Hoysaleshwara-Tempel von Halebid ist ein Doppelheiligtum für den Gott Shiva. Die Anlage ist reich mit einzigartiger Bildhauerkunst verziert. Übereinander liegende Reliefbänder zeigen Elefanten, Löwen, Pflanzenornamente und Episoden aus den indischen Epen. Die mythologischen Skulpturen sind von beschwingter Formgebung. Der Chennakeshwara-Tempel von Belur war dem Gott Krishna geweiht. Er steht, umgeben von kleineren Schreinen und Wandelgängen, inmitten eines umgrenzten Hofbereichs. Die bewundernswerten Bildhauerarbeiten sind von exquisiter Ausführung und verdienen eine gebührliche Beachtung.
14./15. Tag:
Shravanabelagola ist einer der ältesten und heiligsten Pilgerorte der Jainas in Südindien und ein Zentrum der Digambaras, der „luft-gekleideten“ Jain-Mönche. Auf der Kuppe des Indragiri-Hügels steht eine 17 m hohe monolithische Statue von Lord Gommateshwara, die in asketischer Schönheit die vollkommene Versenkung im Ewigen repräsentiert. Pflanzenranken winden sich um die Arme und Beine des Heiligen und sein Gesichtsausdruck reflektiert einen tiefen inneren Frieden. Alle 12 Jahre findet hier eine aufwendige Zeremonie statt, bei der die Statue des Heiligen mit Milch, Joghurt, Büffelfett, Safran und Goldmünzen überschüttet wird. Im Anschluss an die Besichtigung fahren wir weiter nach Bengaluru (ehemals Bangalore), wo unsere Reise ausklingen wird. Die kontrastreiche Stadt, die das Zentrum einer erfolgreichen Software-Industrie ist, gilt als eine der modernsten Metropolen Indiens. In der Nacht Rückflug nach Deutschland.
Termine und Preise
| Reise-Nr. |
Von: |
Bis: |
Preis € |
Anmeldung |
| 9ING5020 |
26.12.09 |
09.01.10 |
2.980,- |
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| Leistungen |
Teilnehmer/innenzahl: Mindestens: 10, höchstens: 20 |
| Nicht enthaltene Leistungen |
Weitergehende Mahlzeiten, Getränke, Visumsgebühren
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Zusätzliche Leistungen
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| EZ-Zuschlag |
390,- |
| Zubringerflüge innerhalb Deutschlands |
100,- |
| Rail & Fly |
50,- |
| Reiseleitung |
Ela Thole: Ela Thole lebt seit über 20 Jahren in Auroville, bekannt durch zahlreiche Seminare in Deutschland und Reisebegleitungen in Indien, hat sich intensiv mit dem Integralen Yoga Sri Aurobindos und mit traditioneller indischer Spiritualität beschäftigt.
Anna Trökes: Yogalehrerin BDY/EYU aus Berlin, seit mehr als 25 Jahren in der Yoga-lehrer/innenausbildung tätig, Mitbegründerin der "Deutschen Akademie des Yoga der Energie“, Autorin vieler Fachbücher und Standardwerke zum Yoga.
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