Eine Buddha Statue mit verschwommen blumigem Hintergrund
07.10.2021 Annabel Vogler

Geschichte des Yoga und Yoga heute
 

Die Philosophie des Yoga stammt ursprünglich aus Indien. Seit vielen tausend Jahren wird diese Lehre von Generation zu Generation überliefert. Doch wie genau ist Yoga entstanden und wie sieht Yoga heute und im Alltag aus?


Eine Reihe von goldenen Budda Statuen auf einer Tempelanlage HugoB4106326 - iStock

Yoga – Entstehung & Geschichte

Die Wurzeln des Yoga, wie wir es heute praktizieren, reichen mindestens 3.500 Jahre zurück. Man schätzt, dass zwischen dem 2. Jh. v. Chr. bis 4. Jh. n. Chr. der indische Gelehrte Patanjali verschiedene Erfahrungen und körperliche Übungen – heute bekannt als Asanas – schriftlich festgehalten hat.

Dieses Werk ist als „Yogasutra“ bekannt und wird als Leitfaden für Yoga angesehen.

Das Yogasutra besteht aus 195 Sanskrit-Versen in vier Kapiteln, in denen die Essenz des Yogaweges gebündelt ist. Es zählt zu den ältesten Überlieferungen der Yoga-Tradition. Jedes Kapitel hat einen anderen Schwerpunkt. Das Yogasutra beginnt mit der Feststellung von Patanjali, dass unser gesamtes Handeln von unserem Geist bestimmt ist und unser Geist ständig mit einer Flut von Sinneseindrücken kämpft und ununterbrochen in die Zukunft plant.

Ein Zitat aus dem Yogasutra lautet „yogaś citta-vrttinirodhah“ (2. Sutra) und bedeutet übersetzt: Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen. Mit anderen Worten kann eine regelmäßige Yoga Praxis dabei unterstützen einen ruhigen und gleichzeitig wachen Geist zu erlangen.

Im 10.-12. Jh. n.Chr. wurde ein System vielfältiger Asanas, Pranayama, Mudras und Bandhas u.a. in der Hatha-Yoga Pradipika und in der Gheranda Samhita beschrieben. Die Grundlagen des heutigen Hatha-Yoga als der heute meist geübten Yoga-Richtung waren gesetzt.


Eine junge Frau übt Yoga an einem Strandufer Ataner007 - pixabay

Yoga - heute und im Alltag

Seit den 1970er Jahren ist Yoga auch im Westen beliebt geworden.

Nach einer Studie des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) von 2018 praktizieren inzwischen etwa 3,4 Millionen Menschen Yoga in Deutschland. Weitere 11% (7,9 Mio.) haben früher einmal Yoga praktiziert.

Yogi(ni)s schätzen die wohltuende Wirkung auf Körper und Psyche. Dauernd aktiv und gefordert sein, dauernd entscheiden müssen, immer voll konzentriert zu sein, bedeutet für unseren Organismus Stress. Er ist nicht gemacht für eine solche Lebensweise, denn er ist ausgesprochen stark an Rhythmen orientiert.

Mit den Methoden des Hatha - Yoga – bestimmte Körperhaltungen, Atemübungen oder Kurzmeditationen – können Sie lernen Körper und Geist den benötigten Ausgleich anzubieten. Sie können lernen, sich immer wieder kurzfristig nach innen zurück zu ziehen, ohne dass Ihre Umgebung es auch nur mitbekommt. Nach und nach wird es Ihnen wahrscheinlich zur Gewohnheit werden, solche Minipausen zur geistigen Regeneration in Ihrem Alltag zu etablieren. Die Yoga -Minipausen bewirken langfristig, dass Sie die Anforderungen des Alltags gelassener sehen und Ihr Nervensystem sich allmählich ausgleicht. Yoga ist nicht nur eine Vielzahl an Übungen, vielmehr beschreibt es grundsätzlich auch eine Lebenseinstellung. Wesentliche Elemente sind körperliche Fitness, gesunde Ernährung, Entspannung, geistige Aktivität sowie Umweltsensibilität und Empathie.


"Yoga ist die Reise des Selbst, durch sich selbst, zu sich selbst"

Bhagavad Gita


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